TOP TREND STORY-TELLING – Das neue Gold des Online-Marketings

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Emotional, spannend, mitreißend, echt: so klingt eine gute Geschichte.

Sie fesselt, unterhält, entspannt, macht wach und will weitererzählt werden. So haben es die Sammler und Jäger am Lagerfeuer, Millionen Eltern mit Gute-Nacht-Geschichten am Bettchen ihrer Kinder und eine ganze Reihe Kino-Regisseure mit Arthaus-Filmen und Blockbustern gemacht.

Jetzt sind die Online-Marketing-Spezialisten dran: jedes relevante Produkt, jede Dienstleistung, jede Marke soll bestenfalls zum Click-Star seiner Konsumenten und Kunden werden. Also braucht es treffende Geschichten, die überzeugen und versichern: Hier kommt die Rettung!

Die Rettung??? Genau, die Rettung!!

Denn – jede erfolgreiche Geschichte folgt wahlweise dem klassischen Prinzip einer Heldenreise (Held kämpft gegen Widerstände, zweifelt, bekommt Hilfe und erreicht am Ende sein Ziel) oder dem der Jungfrauen-Rettung (Jungfrau kommt durch bedrohlichen Schurken in Not und wird von Held mit Zauberkräften befreit und gerettet).

Für Marketing entscheiden wir uns gerne für Fall 2 – die Jungfrauenrettung. Dabei steht die Jungfrau für den Verbraucher, der auf die fabelhaft gute Lösung/das Produkt hofft, das den Schurken besiegt, der wiederum für die Bedrohung des idealen Glückszustandes steht. Der Held repräsentiert das Produkt/die Marke/die Dienstleistung, die quasi als Zaubermittel gegen das bedrohlich Böse eingesetzt wird, um das Leben der Jungfrau zu retten und sie von allen Gefahren und Ängsten zu befreien.

Beispiel?  Gerne.

Die Mundspülung LISTERIN, eines der ersten Produkte, das sich ganz offiziell Angst als Motivation in der Werbung zu Nutze machte:

Der Firmeninhaber hatte 2 Werbeprofis engagiert, die die Zusammensetzung des Produkts als perfektes Gegenmittel für HALITOSE – also Mundgeruch – erkannten. Und genau darauf bauten sie ihre gesamte Kampagne auf:  die Angst des Betroffenen vor Isolierung. Denn – die meisten finden Mundgeruch beim Gegenüber unangenehm. Aber, statt den Betroffenen darauf hinzuweisen, zieht man sich schnell zurück. Derjenige mit Halitose bleibt allein und leidet unter der Last, vom Mundgeruch gefangen zu sein. Da braucht es dringend Rettung…

So funktioniert die Story von LISTERIN im Werbespot nach dem Jungfrauen-Rettung-Prinzip:

Eine junge hübsche Frau hat Mundgeruch und findet dadurch einfach nicht  den passenden Mann. Ihr Glück ist extrem getrübt, sie ist in Einsamkeit gefangen. Doch dann kommt der Retter, der Held: LISTERIN befreit sie von ihrer Last, der Schurke Mundgeruch muss weichen und die junge Frau  darf endlich glücklich werden.

Der Spot funktionierte über Jahrzehnte und noch heute steigen bei Ausstrahlung die Absatzzahlen von dem mittlerweile extrem berühmten Mundwasser.

Gute Geschichten rühren an unseren tiefsten Gefühlen, Hoffnungen, Ängsten. Sie bewegen uns und wir sind bereit, uns darauf einzulassen, Nähe und Verbindung einzugehen. Auf die Geschichten hinter dem Produkt und damit auf das Produkt selbst.

Es gibt Unternehmen, bei denen funktioniert das einfach so gut, dass wir jedes Mal aufs Neue fasziniert sein können, wie einfach es eigentlich ist. Beispiel APPLE. Hier hervorragend erklärt  durch Keynote Speaker Simon Simek:
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www.youtube.com/watch?v=l5Tw0PGcyN0

Toll, oder?

Und – egal, ob von innen nach außen, ob als Heldenreise oder Jungfrauen-Rettung: damit Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung/Ihre Marke bei der nächsten Online-Kampagne auch wirklich den richtigen Dreh in der Geschichte bekommt, hier nochmal 4 der wichtigsten Tipps zum guten STORYTELLING:

Aufbau der Geschichte

–       Konkret erzählen, Verbindungen zum Alltag der Kunden schaffen

–       Spannungsbogen kreieren und halten

–       Überraschungsmomente einbauen (Dramen schaffen gute Fallhöhen: Firmenpleite, verlorene Pläne,    Verlust, Familiengeheimnisse)

Emotionen schaffen

–       Gefühle sind der Schlüssel zu Nähe in guten Geschichten

–       Mut haben, andere emotional zu berühren

 Geschichte leicht nachvollziehbar halten

–       Entwicklungsschritte einfach halten

–       Starke schnell greifbare Bilder schaffen

–       dem Erzähl-Prinzip ‚vom Tellerwäscher zum Millionär‘ folgen….

 Social-Media lieben und nutzen können

–       Youtube, Facebook, Twitter, Instagram…:

Alle New-Media-Kanäle gut beherrschen oder Experten engagieren

Wie sich alle Prinzipien auch im lokalen Marketing-Bereich anwenden lassen, gibt’s hier in meinem nächsten Blog-Beitrag. Bis dahin aber erst noch mal ein paar Inspirationen von den „Ganz Großen”.

UPS :
Bildschirmfoto 2015-06-24 um 16.41.30www.youtube.com/watch?v=0IsL5AMqLMY

Coca Cola :Bildschirmfoto 2015-06-24 um 16.42.17www.youtube.com/watch?v=LerdMmWjU_E

 

 

 

Mittelstand sollte Dialog über Facebook &Co. ausbauen

Mittelständische Unternehmen sollten den Dialog über Facebook, Xing und Co. weiter ausbauen.

 

Ich habe Euch ja im Beitrag „Dschungel der Werbung“ schon dargestellt, dass es mittelständischen Unternehmen schwer fällt sich im digitalen Werbemarkt zurecht zu finden. Jetzt hat die Hochschule Bremerhafen durch ihre Studie belegt, dass die erste Hürde genommen ist.

Die Chancen von Social Media sind erkannt!!!

Dennoch nutzt nur ein winziger Teil die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke. Viele Unternehmen gerade im Mittelstand sehen durch die enormen Möglichkeiten und der Vielfalt von Social Media „die möglichen Wege und Pfade “ (noch) nicht. Die Vorteile einen echten Dialog aufzubauen, werden nicht erkannt.  Es besteht also immer  noch Nachholbedarf. Meine Kollegen von Crowdmedia haben die Kernergebnisse der Studie der Hochschule Bremerhafen die diese Studie mit mehr als 500 kleinen und mittelständischen Unternehmen durchgeführt hat im Kern zusammengefasst:

Kernergebnisse der Studie:

  • Die gängigen Social Media Plattformen und Instrumente kennen kleine und mittelständische Unternehmen.
  • 75 Prozent der befragten Unternehmen sind bereits in den sozialen Netzen zumindest mit einem persönlichen Account in geschäftlichem Interesse auf diversen Social Media Plattformen aktiv.
  • Genutzt werden vor allem Facebook (53,9 Prozent), Xing (50,8 Prozent), Twitter (35,9 Prozent), YouTube (25,9 Prozent) und Blogs (21,4 Prozent). LinkedIn wird von 16,9 Prozent der Unternehmen eingesetzt. Google+ spielt mit 6 Prozent der Angaben bislang nur eine sehr untergeordnete Rolle.
  • Ziel ist überwiegend ein Vorsprung in Öffentlichkeitsarbeit (59,2 Prozent volle Zustimmung), Bekanntheit (48,7 Prozent volle Zustimmung), Werbung (36,9 Prozent volle Zustimmung) und Aufbau einer Real-Time-Kommunikation (33,5 Prozent volle Zustimmung).
  • Die Aktualisierung der Beiträge in den Social Media erfolgt mehrmals in der Woche (41,8 Prozent) oder sogar täglich (20,7 Prozent).
  • Dafür setzen die Befragten einen beziehungsweise mehrere Mitarbeiter ein, die mindestens 30 Minuten (35,5 Prozent), 2 Stunden (39,0 Prozent) oder sogar 2 – 3 Stunden (15,1 Prozent) täglich in den Social Media für das Unternehmen aktiv sind.
  • Diese Mitarbeiter sollten vor allem über Kommunikationsfähigkeit, Dialogkompetenz, soziale Kompetenz, Sprachkompetenz und Kritikfähigkeit verfügen.
  • Als besonders wichtig gelten der Umgang mit vertraulichen Informationen, die Einhaltung des Urheberrechtes und die Beachtung der Unternehmens-Ethik.
  • Von den kleinen und mittelständischen Unternehmen, die noch nicht in den sozialen Netzwerken vertreten sind, sieht fast die Hälfte (47,3 Prozent) Handlungsbedarf.
  • Innerhalb der nächsten 6-12 Monate wollen 41,4 Prozent, innerhalb der nächsten 3-6 Monate 22,4 Prozent und in den nächsten 3 Monaten 13,8 Prozent der befragten Unternehmen aktiv werden.
  • Die Neueinsteiger planen ihre erste Aktivität überwiegend auf Facebook (74,1 Prozent). Darüber hinaus werden Präsenzen auf Xing (41,4 Prozent) und YouTube (20,7 Prozent) angestrebt.